Wenn man über Fossilien spricht, muss man zwischen echten und falschen Exemplaren unterscheiden. Erich Vogel, Graue Eminenz von GC, ist entgegen allen Behauptungen kein echtes Fossil. Er erfüllt nur zwei der drei Kriterien, die ein Fossil zu einem Fossil machen.
Echte Fossilien
- sind sehr alt – Kriterium erfüllt, er ist 81
- sind Überbleibsel von vergangenem Leben – Kriterium erfüllt, das passt auf ihn und GC
- findet man im Erdboden – Kriterium nicht erfüllt, Erich befindet sich noch darüber, und ist damit bloss ein Fossil im Fussballbetrieb, nicht aber im paläobotanischen Sinne.
Die uns allen bekanntesten echten Fossilien sind wohl die versteinerten Ammoniten, vor Jahrhundertmillionen im Meer lebende Kopffüssler. Horst Hrubesch, ein Fussballer zwar, brauchte die Füsse mehrheitlich bloss dazu um seinen Kopf in den Strafraum zu tragen und dort zuzuschlagen. Er erhielt zurecht den Übernamen Kopfballungeheuer. Wenn je einmal ein Fussballer der Gattung der Kopffüssler zugeteilt würde, dann er.
Und dann gibt es noch fossilisierte Haifischzähne, Saurierskelette, Blätter so gross wie Zirkuszelte, riesige 30 Meter hohe Sporenbäume… Keine Sorge, das gibt jetzt keine Biologieschulstunde. Aber mit den Sporenbäumen habe ich endlich den Gump vom FC Niederhasli zurück zum FC Witikon geschafft.
Die heutigen Schachtelhalme sind die letzten Überlebenden der Sporenvegetation, lebende Fossilien quasi. Es gibt dafür von der Nordsee über MeckPomm, Siebenbürgen, das Tirol bis in die Innerschweiz Hunderte von lokalen Bezeichnungen. Hier bei uns nennen wir die hübschen Pflanzen Chatzeschwanz. Und von daher kommt der Name Katzenschwanzstrasse.
Bevor man also das nächste Mal lustlos ins Training oder zur Altglasentsorgungsstelle über die Katzenschwanzstrasse fährt, google man doch «Manni Flanke, ich Kopf, Tor!» oder schaue auf Youtube «A tribute to Horst Hrubesch», oder halte am Stöckentobelbach Ausschau nach den letzten pflanzlichen Dinosauriern.
Beat Eberschweiler
FCW-Korrespondent
homeoffice, putzmunter