Eine neunte Kurzgeschichte – HHHHH

Die Möglichkeiten, der momentanen Leere und den eigenen vier Wänden zu entfliehen, sind unbegrenzt. Man fläze sich aufs Sofa, schliesse die Augen, lege sich einen Fussball auf den Bauch, schalte das Hirn ein, und denke an eine Zahl oder an einen Buchstaben – und los geht’s.


Bei mir ploppte «H» auf.

Herren, ältere, gemeint sind unsere unverwüstlichen Veteranen, pflegen schon seit Jahren den gemeinsamen
Höck, einen Austausch, wo man sich trifft, schwatzt, was anschauen geht, aber meistens früher oder später
Hunger hat, und sich über den Winter, weil die Tennisanlage von Wolfi geschlossen ist, andere Möglichkeiten zur Stillung desselben schaffen muss.
Hau heisst da die Lösung, die geliebte und eigentlich viel zu selten genutzte, weil mit allem was es braucht ausgestattete
Hütte des FCW am Waldrand. Die haben die Veteranen in diesem Winter regelmässig in Beschlag genommen und haben unter anderem einen
Hot-Dog-Apparat entdeckt, vermutlich noch nie gebraucht, so neu sah der aus. Und so gab es also an einem der Zusammenkünfte
Heisse Hunde mit verschiedensten Füllungen. Überhaupt scheint es eine Art kulinarischer Dauerreise in die Vergangenheit zu sein, diese Runde.
Höhenflüge, kulinarische gab es deshalb noch etliche, so zum Beispiel Spaghetti mit Koteletts (anlässlich vom 44-Jahr-Jubiläum «Tschau Hau»), oder
Härdöpfel-Gratin mit gemischtem Salat, ein weiterer Klassiker, den die heutige Take-Away-Generation kaum noch kennt (auch Riz Casimir ist aussterbendes Kulturgut).
Huhn, alt, mit vielen Flugstunden, in Nudelsuppe. Pastetli nach Grossmutterart mit Salat. Raclette-Schmaus, ganz ohne H.
Hartes Brot ist nicht hart – kein Brot, das ist hart. Und so wird am Veteranentreffen immer alles aufgegessen, keine Resten, so wie sie es (und ich auch noch) damals gelernt hatten.
Hinweis: Es ist ein altes, heute nahezu vergessenes Sprichwort, und nein, es lässt sich nicht aufs WC-Papier übertragen.
Hegelbach, von dort kam das Mail mit den vielen Inputs für diese Kurzgeschichte. Herzlichen Dank, Paul!



Beat Eberschweiler
FCW-Korrespondent
homeoffice, putzmunter

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