Eine achte Kurzgeschichte – Kochen

Kochen, so steht es in vielen Artikeln zur Bekämpfung der Langeweile, sei eine sinnstiftende Beschäftigung. Wir könnten ihr daheim lustvoll nachgehen, jetzt wo die exquisite Fussballplatzgastronomie auf der Sportanlage geschlossen hat.


Kochen ist komplex. Natürlich wird in vielen Küchen auch während Corona weiterhin fantasielos gekocht, bloss um irgendwelche Sättigungsbeilagen aufzuwärmen. Und die Gefahr ist gross in diesen Zeiten des Zwei-Meter-Abstandes, dass wir alle unsere eigenen Süpplein kochen. Wenigstens ist wegen der Restriktionen momentan die Gefahr nicht so gross, dass zu viele Köche den Brei verderben könnten.

Der Text läuft, das realisier ich soeben, Gefahr in den etwas einfältigen Sprichwörter-Sumpf zu fallen. Das läse (wunderschöner Konjunktiv II) sich dann so: Auf alten Pfannen lernt man kochen und Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wurde. Und dann gibt es noch diese Zungenbrecherspielereien wie Die Köchin mit dem Tupfenkopftuch kocht Karpfen in dem Kupferkochtopf.

Um das unterirdische Niveau dieses Artikels bis zum Schluss konsequent durchzuziehen: Daniel Koch vom BAG wird wohl eher Schweizer des Jahres als Philippe Koch, aktuell vereinslos.

Alles egal: Kochen können wir bald wieder beim Fussball. Kochen vor Wut nämlich, wenn der Schiedsrichter den Elfmeter nicht gibt, wenn die ersten chinesischen Investoren aus Ungeduld über die fehlenden Erfolge in Niederhasli Fussballfelder in Reisfelder verwandeln, oder wenn man dem FC Liverpool den so was von verdienten Meistertitel nicht aushändigt.



Beat Eberschweiler
FCW-Korrespondent
homeoffice, putzmunter

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