Von Beat Eberschweiler, FCW-Korrespondent
Gerade noch 28 Ergebnisse findet Google für den offenbar altmodischen und vom Aussterben bedrohten Begriff «körperliche Gebresten», also zehnmal weniger als wenn man nach körperlichem «Verschleiss» oder sogar zwanzigmal weniger wenn man nach «Abnutzung» sucht.
Worauf ich eigentlich hinaus will, ist aber etwas ganz anderes: Wenn man
sich 2004 eine Rippe bricht, 2005 wieder eine, 2006 durch einen Kreuzbandriss
zurückgeworfen wird, 2007 ein Oberschenkelmuskelriss arge Schwächungen hervorruft,
und nun 2008 ein Armbruch das sorgfältig zusammengestellte
Vorbereitungsprogramm über den Haufen wirft – ja dann ist das eben kein Verschleiss
und auch keine Abnutzung, was da zu schaffen macht – nein, ich mache mir
Gedanken über meine Gebresten.
Wobei: Momentan mache ich mir ehrlich gesagt noch mehr Gedanken darüber, wie ich meine Befindlichkeit in zehn Jahren äussern soll, wenn mein Wortschatz weggegoogelt worden ist. Denn das Wort «Gebresten» beinhaltet eben exakt all das, was meine Situation ausmacht: Meine klitzekleine momentane körperliche Einschränkung ebenso wie die unumstössliche Erkenntnis, das es 2009 nicht nur nicht besser wird, wie dies bei Verschleiss und Abnutzung allenfalls noch gehofft werden könnte, sondern dass es unabwendbar bergab geht. Der Chirurg hat die Schlusskontrolle der zehnfach geschraubten Titanplatte auf Ende März angesetzt, es reicht also gerade noch fürs pünktliche Einrücken ins Trainingslager am Gardasee, um dort den Trainingsrückstand aufzuholen. Für die Wortkombination «uneinsichtiger Trottel» bietet mir Google nämlich bloss 23 Treffer.
Diesen Bericht habe ich übrigens beidhändig (!) getippt