Heinz Duschinger, 02.01.1934 – 29.08.2022

Mit dem Tod «unseres» Heinz Duschinger ist innert kurzer Zeit ein weiteres FCW-Urgestein von uns gegangen. Einzig bleibt uns der Trost, dass Heinz, trotz noch kurzem Aufenthalt im Spital, nicht lange leiden musste.

Heinz Duschinger, Gastgeber an seinem Einbürgerungsfest vom 11. Januar 1985

Eine Hochzeit und ein Beinbruch

Heinz kam 1953, als 19-jähriger, aus Teublitz nach Zürich in die Landschaftsgärtnerei Schumacher und heiratete nach 2 Jahren Trudi Schumacher, die Tochter des Chefs.  Schwiegervater Schumacher und der Vater unseres Spielers Paul Meyer sangen damals im gleichen Männerchor und so kam es, dass Heinz schon bald beim FCW spielte. Kurz darauf brach er sich bei einem harten Fussballer-Einsatz das rechte Bein. Ohne Nichtbetriebsunfallversicherung war das junge Ehepaar in finanziell prekären Verhältnissen. Kurzentschlossen sammelten seine Mannschaftskameraden für ihn, und es kam ein für jene Zeit stolzer Betrag zusammen, so dass sie, mit «Schmalhans in der Küche» über die Runden kamen. Nie hat Heinz diese Solidaritätsaktion vergessen, und aus der Sicht des Vereins hätte man sagen können: Was du gibst, bekommst du tausendfach zurück! Dieser Lebensweisheit ist er, auf der Geberseite, mehr als gerecht geworden.

Ohne Heinz kein Grümpelturnier

Er unterstützte aber den Verein nicht nur finanziell, weit umfassender und eigentlich gar nicht in Worte zu fassen war seine Bereitschaft zum «Mitchrampfen». Er war wirklich immer zur Stelle, wenn man einen «Praktiker» brauchte, für nichts war er sich zu schade, immer hatte er eine Lösung - und wenn nicht, studierte er nachts an einer Lösung herum. Ein Grümpelturnier ohne Heinz war, vor und nach dem Turnier, schlicht unmöglich.

Vom Seniorenobmann zum Ehrenmitglied

1976 übernahm er auf mein Zureden hin den Posten des Seniorenobmanns und war fortan die gute Seele der damals noch jungen Vereinsabteilung. 1979 wurde er zum FCW-Ehrenmitglied ernannt. Und unvergesslich für uns alle: Anlässlich seiner Einbürgerung bot er am 11. Januar 1985 ein einmaliges Schweizerfest im Restaurant Post. Einige Male war der FCW auch in seiner alten Heimat Teublitz im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf zu Gast. Da konnten wir hautnah erleben, was er uns sonst mündlich von früher erzählte. 

Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass der FCW für Heinz wie eine Familie war. Bei und unter uns fühlte er sich wohl, da war er zu Hause, das wurde immer mehr zu seiner eigentlichen Heimat. Schön, durften wir alle mit Heinz zusammen ein Stück des Weges gehen.

Lieber Heinz, ruhe in Frieden, verdient hast Du es! Der FCW, wir Veteranenkameraden, sind dir ewig dankbar.

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Der FC Witikon ist ein mittelgrosser Verein am Stadtrand von Zürich. Wir bieten eine qualitativ hochstehende Fussballinfrastruktur für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren und für Männer und Frauen bis 99 Jahre.

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