«Wir sind stärker als in der Vorrunde»

Der FC Witikon startet am Sonntag mit dem Rücken zur Wand in die Rückrunde der 3. Liga-Meisterschaft. Als Drittletzter befindet er sich sogar in akuter Abstiegsgefahr. Dennoch ist man nach einer intensiven Vorbereitungsphase optimistisch und hofft, noch e

Bereits sehr früh, in der zweiten Januar-Woche, trafen sich die mehrheitlich jungen Spieler des FC Witikon (Durchschnittsalter 22-23) und ihr Trainer, Patrick Perenzin, auf der Sportanlage Witikon. Waldläufe waren angesagt, um sich die notwendige Grundkondition für eine hoffentlich erfolgreichere Rückrunde anzutrainieren. «Wir befinden uns nach der enttäuschenden Hinrunde in einer Situation, die eine solide und ausgedehnte Vorbereitungsphase bedingt», so die Meinung von Perenzin. Der 32-jährige Sportlehrer und Familienvater bestreitet seine zweite Saison als Trainer des FC Witikon und möchte angesichts der eher misslichen Tabellenlage so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Kondition und TaktikAls primäre Ziele für die Rückrunde formuliert Perenzin einerseits eine optimale läuferische Verfassung des Kerns seines Kaders. «Ich würde sagen, 75% meiner Spieler befinden sich nun, nach Abschluss der Vorbereitungsphase, in der von mir erwünschten körperlichen Verfassung, beim Rest muss ich aus Absenzgründen Abstriche machen», so seine Bestandesaufnahme eine Woche vor dem ersten Ernstkampf. Er ist sich bewusst, dass in einer derart «intellektuellen» Mannschaft mit zahlreichen Studenten und sich Weiterbildenden immer wieder Löcher in der Trainingspräsenzliste entstehen, was für ihn natürlich nicht sehr angenehm sei. Als Akademiker weiss er allerdings aus eigener Erfahrung, dass dies bei Amateur-Sportlern nicht vermeidbar ist. Neben der läuferischen Komponente legt Perenzin für die bevorstehenden Spiele speziellen Wert auf das taktische Verhalten seiner Mannschaft. «Wir haben in der Vorrunde gleich viele Tore einkassiert wie in der ganzen vergangenen Saison», gibt er zu Bedenken. Diese Defizite im Defensivverhalten gelte es auszumerzen. Er möchte vermehrt aus einer soliden Abwehr heraus agieren und mit allen Kräften Gegentore verhindern. Unterstützung von Adi NoventaDem Trainer steht neuerdings Adi Noventa in der Funktion eines Coaches zur Seite. Der frühere Nationalliga-Trainer, der heute im Vorstand engagierte Arbeit für den FC Witikon leistet, möchte seine Erfahrungen in beratender Art und Weise an Perenzin weiter geben. Sein Sohn Luca ist als noch nicht 17-jähriger das jüngste Mitglied im Kader der Mannschaft. Perenzin glaubt, von Noventa einiges lernen und profitieren zu können. «Das grosse Gewicht von Noventas Persönlichkeit innerhalb des Clubs wird mir aufgrund dieser neuen Konstellation noch deutlicher als bisher vor Augen geführt», fügt Perenzin an. Den FC Witikon hat er in seiner noch jungen Trainer-Amtszeit als einen «für regionale Verhältnisse äusserst professionell geführten Verein» kennengelernt, der über klare Strukturen verfügt. Perenzin: «Ich bin sehr angetan vom Angebot, das neben dem Platz für die Spieler organisiert wird.» Im Institut für Physiotherapie, Rehabilitation und Sport in der Witiker Segeten, können sich Mitglieder des 3. Liga-Kaders kostenlos massieren lassen sowie Kraftraum, Sprudel- und Hallenbad benützen. «Für einen 3. Liga-Verein sehr spektakulär», so der Sportlehrer, allerdings bedauert er, dass seine Spieler nicht mehr von diesem Angebot Gebrauch machen. Wieder mit Vacchio, Häuptli und WildiIm nominellen Bereich erhoffte sich Perenzin nach Abschluss der Hinrunde den Zuzug von zwei bis drei Verstärkungen, um der Mannschaft mehr Solidität geben zu können. Dieser Wunsch habe sich erfüllt. «Mario Häuptli und Daniele Vacchio sind wieder voll mit dabei und von Regensdorf ist der Alt-Witiker Robert Wildi auf die Looren zurückgekehrt», freut sich der Trainer. Er erhofft sich von diesen Spielern positive Impulse und ist überzeugt: «Wir sind stärker als in der Vorrunde.» Vom Nachbarverein FC Seefeld ist zudem der Torhüter Marco Cucchia gekommen, der sich mit Routinier Martin Grob um den Platz zwischen den Pfosten streiten wird. Am Sonntag gegen VolketswilDer Ankick zur Rückrunde erfolgt am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen Volketswil. Die Oberländer liegen in der Tabelle noch einen Rang hinter dem FC Witikon zurück auf dem vorletzten Platz, haben sich aber gemäss kursierenden Gerüchten verstärkt. «Ich denke, dass wir diesem Spiel zwar viel Bedeutung beimessen müssen, allerdings geht es am Sonntag noch nicht um ‚sein oder nicht sein‘», ist Patrick Perenzin überzeugt. Er glaubt, dass keine der beiden Mannschaften im Sommer den Gang in die 4.Liga antreten müsse. «Dass darf in Anbetracht unserer momentanen Verfassung einfach nicht passieren.» Rückrundenstart: Witikon-FC VolketswilSonntag, 24.März, 10:15, Sportanlage Looren, FC Resultate der Vorbereitungsspiele: Polizei (3.Liga)- FCW 2:2 FCW- Oberglatt (3.) 2:2 FCW-Racing (3.) 4:1 FCW-Adliswil (3.) 1:1 Das 3.Liga-Team vom FC Witikon. Nach gelungener Vorbereitungsphase mit Zuversicht in den ersten Ernstkampf.

Über den FC Witikon

Der FC Witikon ist ein mittelgrosser Verein am Stadtrand von Zürich. Wir bieten eine qualitativ hochstehende Fussballinfrastruktur für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren und für Männer und Frauen bis 99 Jahre.

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