Die Mannschaft von Lutz Streitenbürger verpasste knapp den Einzug ins Halbfinale.
Am Freitag Morgen, den 12.04.2001 besammelte sich die gesamte B-Juniorenmannschaft des FC Witikon inklusive vier Betreuern Lutz Streitenbürger, Adi Noventa, Thomas Nigg und Martin Grob am Treffpunkt im Zürich HB. Zuerst ging es mit dem Intercity nach Mailand. Die erste Herausforderung offenbarte sich beim Einsteigen in den Zug nach Rimini. Es erwies sich abermals (wie letztes Jahr) als äusserst schwierig die reservierten Plätze zu erreichen. Doch mit unserem geschickten Zweikampfverhalten gelang es uns schliesslich unsere Plätze zu erkämpfen. Nach dreistündiger Fahrt nach Rimini, war es nur noch ein Katzensprung bis Cesenatico. Doch erwartete man sonnige und heisse Tage wurde man arg enttäuscht. Es war eiskalt, windig und es regnete, also nicht im geringsten angenehme Bedingungen. Einlaufen ins Stadion mit NationalhymneUnser Hotel befand sich in unmittelbarer Nähe des Meeres und war leider ein wenig spartanisch eingerichtet. Am Abend fand die offizielle Eröffnungsfeier statt, bei welcher wir ebenfalls anwesend waren und zur Schweizer Nationalhymne ins kleine Stadion von Cesenatico einliefen. Am nächsten Morgen wurden wir schon um 0730 geweckt und um 0800 an den Frühstückstisch gebeten. Geglückter StartUnser erstes Spiel bestritten wir um 1000. S.V. Winnenden hiess unser Gegner, angereist aus dem fernen Deutschland. Beinahe mühelos setzten wir uns mit 3:0 durch, der Start war also geglückt. Im zweiten Spiel trafen wir auf die italienische Mannschaft AC Real Val Pescara. Wir gingen 1:0 in Führung. Leider hielt jene nicht allzu lange an und wir kassierten kurz vor Ende des Spiels den Ausgleich. Das letzte Spiel des Tages fand um 1600 statt. Wieder war es ein deutsches Team, das es zu bezwingen galt. Wir dominierten das Spiel klar, doch gelang es uns nicht ein Tor zu erzielen. Schliesslich gerieten wir 0:1 in Rückstand. Noch vor der Pause glichen wir aus. Nach der Pause war unser Sieg nur noch Formsache, 3:1. Erschöpft fuhren wir ins Hotel zurück, genossen das Abendessen und fanden uns spätestens um 2300 in unseren kalten Zimmern wieder. Wieder die selbe Prozedur: Aufstehen, essen und ab auf den Rasen. Unser Ziel war klar: Das Erreichen des Halbfinales, die Chancen standen gut. Ein Sieg im nächsten Spiel und wir sind weiter. Unentschieden mit FolgenDoch leider kamen wir im hart umkämpften Spiel gegen T.G. Viktoria Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus. Das Halbfinale war in Gefahr. Sollten die Italiener gegen unseren ersten Gegner (S.V. Winnenden) mit fünf Toren Unterschied gewinnen, würden wir vorzeitig aus dem Turnier ausscheiden. Leider Gottes trat dieses, doch schon fast unmögliche 5:0 der Italiener ein und bedeutete das Ausscheiden für unsere Mannschaft. Grosse EnttäuschungDa es keine weiteren Platzierungsspiele gab, gingen wir zurück ins Hotel, assen zu Mittag und entspannten unsere strapazierten Muskeln. Die Enttäuschung über die verpasste Halbfinalteilnahme war gross, denn die Finalteilnahme wäre wirklich im Bereich des Möglichen gewesen.Am Nachmittag besuchten wir die Finalspiele im Stadion. Zu unserem Erstaunen zeigte sich an diesem Nachmittag auch einmal die Sonne. Jedoch zu kalt um im Meer baden zu gehen. Wir bekamen Ausgang bis um 0100. Die einen verpufften ihr letztes Geld im Spielsalon, andere hielten sich vorzugsweise in der nahgelegen Gelateria auf. Lange HeimreiseAm nächsten Morgen wurden wir um 0830 aus den Betten geholt. Nach dem Frühstück wurden noch schnell ein paar Fressalien für die lange Reise eingekauft. Schon um 1000 wurden wir mit dem kleinen Bus zum Bahnhof gebracht. Um uns die Zeit zu vertreiben bis der Zug kommt spielten wir auf dem Bahnhof noch Fussball.Nach einer langen und anstrengenden Reise und dem beinahen Verlust eines Spielers (Foyan) bei der Grenzkontrolle in Chiasso. (Er hatte seine ID zu Hause vergessen.) kamen wir schliesslich um 2100 in Zürich HB an.